Während die Kunden verschiedener Bankhäuser vor Ort teilweise ziemlich hohe Kontoführungsgebühren, die teilweise bis zu 100 Euro pro Jahr betragen können, zahlen müssen, gibt es immer mehr Online-Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten. Aber ist dieses Angebot wirklich kostenlos, oder kommen hier versteckte Kosten auf die neuen Bankkunden zu? Und wie finde ich das für meine Verhältnisse günstigste Angebot? Auf diese Fragen möchten wir hier näher eingehen.
Mit einem kostenlosen Girokonto möchten die Online-Banken neue Kunde anlocken, um ihnen später dann andere, für die Banken gewinnbringendere Geldanlagen, zu offerieren. Da die Online-Banken zudem nur über einen geringen Mitarbeiterstamm verfügen und auch keine Mieten für Filialen vor Ort zahlen müssen, können sie diese Vorteile natürlich in Form von günstigen Angeboten an die Kunden weitergeben. Die meisten Online-Banken haben sich mittlerweile zu einer Vollbank entwickelt, das heißt, sie bieten nicht nur Online-Banking an, sondern führen auch Depots, gewähren eine Baufinanzierung und andere Kredite. Natürlich müssen die beiden letztgenannten Angebote mit Zinsen zurückgezahlt werden.
Wenn Sie auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter sind, sollten Sie hier für einen Online-Vergleich durchführen. Dieser zeigt Ihnen die besten Angebote an. Wenn Sie sich dann für eine Bank entscheiden, sollten Sie sich auf deren Homepage über die jeweiligen Vertragsbedingungen genau informieren. So kann es für diejenigen unter Ihnen, die vielleicht ihr Girokonto öfter im Minus haben, von Vorteil sein, einen Anbieter zu suchen, der einen niedrigen Dispositionszinssatz offeriert. Dessen Höhe kann sowohl 8 als auch 14 Prozent betragen.
Einige Online-Banken bieten auch die kostenlose Nutzung ihrer Bankcard, aber auch der Visa- respektive Maestrocard an, während andere Kreditinstitute hierfür bis zu 30 Euro pro Karte im Jahr verlangen. Auch dies sollten Sie bei Ihrer Entscheidung mit berücksichtigen.
Manche Online-Bank gewährt zur Kontoeröffnung auch einen Extrabonus. Teilweise beträgt dieser bis zu 50 Euro. Dieser Bonus soll die Kunden natürlich erst recht dazu animieren, das Konto bei diesem Kreditinstitut zu eröffnen. Ausgezahlt wird der Bonus nach einer gewissen Nutzungsdauer des Kontos. Genauere Angaben hierzu finden Sie auf der Homepage des jeweiligen Kreditinstitutes.
Einige Online-Banken bieten auch eine Verzinsung des Guthabens auf Girokonten an, andere wiederum ein Paket aus kostenlosem Giro- und Tagesgeldkonto. Hierauf können Sie Ihr gespartes Geld transferieren und durchaus akzeptable Zinsen einstreichen.
Das beste Angebot hier wechselt hier meist und hängt von der Vertriebs- und Marketingstrategie der jeweiligen Bank ab, lange Zeit war hier das DKB Cash Girokonto die es Ihren Kunden ermöglicht weltweit kostenlos Geld abzuheben und Neukunden 50€ Bonus gewährt. Momentan ist hier das ing-diba Girokonto führend die Neukunden 100€ schenkt.
Natürlich arbeitet die jeweilige Bank auch mit Ihrem Guthaben. So werden damit beispielsweise Kredite an andere Interessenten vergeben. Den dort erwirtschafteten Überschuss bekommen Sie in Form der kostenlosen Kontoführung und einer eventuellen Verzinsung teilweise weitergereicht.
Fazit: Gerade im heutigen Zeitalter kann es sich keine Bank mehr leisten, Kosten für ein Girokonto zu verlangen, die zur Kontoeröffnung nicht explizit erwähnt werden. Denn Kunden, die mit ihrer Bank unzufrieden sind, machen auf diversen Webseiten schlechte Werbung für das Unternehmen. Wenn Sie sich also für ein solches Angebot entscheiden, sparen Sie - je nachdem, wo Sie Ihr Girokonto bislang geführt haben - bis zu 160 Euro im Jahr Gebühren. Nutzen Sie die Gelegenheit. |