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  Dotcomtod!  
 


Insiderwissen

"Kim Schmitz: 150 Kilo auf der Flucht" und der "Witz der Woche: Burda will Ciao als Magazin 
bringen." Wer aus Insiderquellen zum Nulltarif wissen will, wie es um die großen Webmaster 
steht, sollte mal die Site dotcomtod.de ansteuern.

Eigentlich ist Dotcomtod nichts Neues. Jedenfalls nicht im Netz. Das Angebot bündelt die meisten Zutaten, die - gemäß der Theorie des Webmarketings - eine Site erfolgreich machen sollen. Auf Dotcomtod findet man somit aktuelle Informationen, eine Community und ein lebendiges Forum.

Auch eine Art Gewinnspiel, einen Wettbewerb, findet man im Dotcomtod. Weil das Thema der Site makaber ist - Misserfolge von E-Business-Firmen -, ist auch das Gewinnspiel eher makaber. Es handelt sich um ein Ranking der besten Community-Mitglieder. Dabei geht es darum, wer quasi die meisten Todes-Tipps sammelt, die besten Negativinformationen über ein Unternehmen.

Die Situation der Firmen wird mit deutlichen Piktogrammen gekennzeichnet. Das beliebteste Symbol: 
ein Männchen erbricht in einen Mülleimer. So weit, so ungewöhnlich - aber auch herkömmlich. Richtig 
interessant wird's, wenn man sich die Beiträge der Community-Mitglieder genau anschaut.


Wer betreibt die Seite?

Erstens handelt es sich oft um echte Insider-Informationen. Die man zwar, ganz selten, in Anleger-Internetforen finden mag. Aber nicht in Wirtschaftsmagazinen oder Finanzzeitungen. Viele Beiträge stammen ganz offensichtlich direkt von Mitarbeitern der jeweiligen Firmen, die ihren Chefs eins auswischen oder sich einfach mal aussprechen wollen. Anonym, versteht sich. Der Staatsanwalt ermittelt schon.

Zweitens sieht man sofort: Bei den Machern dieses Angebot kann es sich kaum um "Hausfrau Lanu" handeln, die im Impressum steht. "Wer ist Lanu?" lautet die erste Frage in der FAQ, und die Antwort kommt windelweich: "Die Fassade, die wir alle tragen, aufs Internet übertragen. Das ist Lanu (...) ein Avatar, eine virtuelle Realität."

 

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