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Wohin mit dem
alten, ausgedienten Elektro- und Elektronikgerümpel?
Die Entsorgung ausgedienter Elektro- und Elektronikgeräte stellt schon
seit Jahren das reinste Dilemma dar. Mit der Einführung separater, farbiger
Mülltonnen für Papier, Kunststoffe usw. inklusive einer Bio-Tonne für organische
Abfälle wurde das Wirrwarr nur noch größer.
Nicht wenige Bürger "lösten" das Entsorgungsproblem auf ihre Art, indem sie
nicht lange überlegten, in welche Tonne nun was gehörte. Rasch bei Dunkelheit
den nächsten Deckel hoch und weg damit! Eine häufig praktizierte Lösung war es
(und ist es auch noch) kleinere Geräte einfach in die Mülltonne an der Straße
oder im Stadtpark zu verfrachten - fertig! Auch die Mülltonnen auf Rastplätzen
an der Autobahn eignen sich schließlich "außerordentlich gut" für derartige
Aktionen - solange es niemanden auffällt und man nicht gerade seine Indizien an
dem alten Krempel hinterlässt. Denn bei dem starken Publikumsverkehr sind solche
"Entsorgungsaktionen" so gut wie nie nachweisbar.
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"Im Dunkeln ist gut munkeln",
heißt es so schön, und genauso heimlich nämlich lässt es sich dann entsorgen.
Denn wo kein Kläger ist, ist bekanntlich auch kein Richter. Wen interessiert es
schon, wer da gerade irgendwelchen - mitunter unauffällig verpackten - Abfall in
die Tonne kloppt? Auch wilde Müllkippen in den Wäldern sind dafür das beste
Beispiel.
Das eigene Gewissen freilich entlastet man dadurch nicht. Denn sollte man denn
doch einmal erwischt oder ermittelt werden, kann die Sache teuer werden, und ein
saftiges Ordnungsgeld wird fällig.
Das einfachste Beispiel ist das Entsorgen leerer Batterien. Wer sie gelegentlich
z.B. einfach in die graue Mülltonne der Wohnung oder auch am Stadtpark einwirft,
riskiert zwar kaum, dass dies bemerkt wird. Aber dorthin gehören leere Batterien
nicht, und es ist ein gesetzlicher Verstoß. Das mag Manchem zwar egal sein, doch
früher oder später kommt der giftige Inhalt wieder zurück auf unseren
Mittagstisch. Denn in Batterien sind Chemikalien und andere Schadstoffe
enthalten, die auslaufen und über das Grundwasser in den Nahrungskreislauf
gelangen. Und auch der so schöne deutsche Wald ist schon lange geschädigt und
daher auf keinen Fall eine Müllhalde! Zudem sind bei fast allen
Elektrogerätehändlern und Großmärkten Sammelboxen aufgestellt, in die man
verbrauchte Batterien einwerfen kann - auch wenn man nicht unbedingt neue Ware
einkauft.
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Für das ordnungsgemäße Entsorgen von Elektro- und Elektronikgeräten gibt es zwar
schon seit geraumer Zeit kommunale Sammelstellen. Allerdings kostete dies
relativ viel Geld an Gebühren - und das war der wunde Punkt. Hinzu kamen (und
kommen auch noch) ungünstige Öffnungszeiten und Anfahrtswege, inklusive einer
nicht selten umständlichen Anmelde-Bürokratie. |
Denn eigentlich war bisher der Verbraucher der Dumme. Besonders
Elektronikgeräte wie Computer, Drucker, Billig-Radios usw. werden heute in
Massen gefertigt und sind praktisch schon nach wenigen Monaten veraltet.
Reparaturen lohnen kaum und sind in den meisten Fällen nicht möglich - schon
aufgrund der hohen Lohnkosten in Deutschland. Und da sollte der Endverbraucher
nach dem finanziellen Schaden durch den Ausfall eines gekauften Produktes auch
noch die Entsorgung bezahlen! Ohne das illegale Entsorgen beschönigen zu wollen:
Es war mitunter ein "hausgemachtes" Problem.
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