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Mundgeruch
Wenn der Gesprächspartner auf Distanz geht, liegt es oft daran, dass er einen
"nicht riechen kann". Mundgeruch (Fachausdruck: Halitose) betrifft in Europa
mittlerweile jeden Vierten und ist heute noch ein Tabuthema in unserer
Gesellschaft, obwohl viele Menschen darunter auch psychisch leiden. Schlechter
Atem ist nicht nur eine Beleidigung für empfindliche Nasen - er ist auch ein
Alarmsignal. Er warnt zum Beispiel vor chronischen Krankheiten, vor Angriffen
von Bakterien oder ist ein Zeichen für mangelnde Mundhygiene. Doch man kann
etwas dagegen tun... |
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Trick gegen
Mundgeruch
Sowohl bei vorübergehendem als auch bei chronischem Mundgeruch sind die
Verursacher Mikroorganismen. Etwa 300 verschiedene Bakterienarten leben in der
Mundhöhle und sind unter anderem an der Entstehung von übel riechenden
Schwefelverbindungen und Fettsäuren beteiligt. Vorübergehender Mundgeruch wird
durch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, wie Knoblauch, Zwiebel, Fisch,
Rauchen und alkoholische Getränke hervorgerufen.
Knoblauch und andere Lauchgewächse, wie Zwiebeln und Schnittlauch, enthalten
ätherische Öle, die etwa 24 Stunden an den Schleimhäuten haften können und nach
der Passage durch den Verdauungskanal und Aufnahme in das Blut noch am nächsten
Tag über die Drüsen der Haut ausgeschieden werden. Das trifft auch für die
Schleimhaut des Mundes zu. Dabei gibt es einen ganz einfachen Trick, die
Knoblauchfahne durch ein wenig frische Petersilie nach dem Essen abzumildern.
Das gleiche gilt für Fisch. Im Besonderen Sardellen und Thunfisch im
Zusammenhang mit stark eiweißhaltigen Nahrungsmitteln verursachen einen
unangenehmen Geruch.
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Sind Magenprobleme die Ursache?
Da übel riechender Atem bei vielen Betroffenen zu einem Dauerzustand
geworden ist, der nicht auf gelegentliche Knoblauch-Grillfeste zurückzuführen
ist, wurde die Europäische Forschungsgemeinschaft Halitose gegründet, in welcher
Zahnärzte, Ärzte und Wissenschaftler an der Entwicklung und Optimierung von
Therapie- und Vorsorgekonzepten arbeiten.
Im Volksmund ist der Irrglaube weit verbreitet, dass Magenprobleme der
Hauptgrund für Mundgeruch seien. Laut einer Umfrage aus dem Jahre 1999 glauben
neun Prozent der Befragten, das "meistens", 32 Prozent, dass "häufig" und 56
Prozent, das "manchmal" eine Magenerkrankung der Grund für dauerhaften
Mundgeruch sei. Veränderungen im Magen sind jedoch selten die Ursache für
Mundgeruch. Die Speiseröhre ist normal verschlossen und Luft tritt nur beim
Aufstoßen vom Magen in den Mund über, und zwar vorzugsweise immer dann, wenn es
einem am peinlichsten ist. |
3 Hauptverursacher
Neueste wissenschaftliche Studien haben vielmehr nachgewiesen, dass die Ursachen
von Mundgeruch in über 80% der Fälle im Mund-Rachenbereich liegen. Der üble Atem
entsteht durch die bakterieller Zersetzung von Essensresten, die durch mangelnde
Mundhygiene nicht dauerhaft aus der Mundhöhle entfernt wurden.
Die drei Hauptverursacher sind flüchtige Schwefelverbindungen und Fettsäuren:
Schweffelwasserstoff: Geruch nach faulen Eiern
Dimethylsulfid, Propionsäure: Geruch von Erbrochenem
Buttersäure: Geruch nach ranziger Butter, Schweißgeruch
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