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Siegmund Freud

Verbotene, triebhafte Wünsche kommen nachts zum Vorschein - so sah Siegmund Freud den Traum. Heutzutage sagen jedoch selbst Freud-Anhänger, dass jeder Traum auch ganz alltägliche Dinge und Probleme verarbeitet. Und deshalb umso mehr aussagt.

Seit Menschengedenken gilt der Traum als übersinnliches Erlebnis. Propheten nutzten sie für Vorhersagungen. Männer wie Shakespeare, Goethe und Napoleon gingen davon aus, dass bestimmte Träumen prophetische Qualität haben.

Diese magischen Vorstellungen gehören gemeinhin der Vergangenheit an. Was Psychologen heutzutage von Träumen halten, ist aber nicht weniger faszinierend. In Träumen verdauen wir unsere Alltagserlebnisse -  jeder Albtraum ist sozusagen eine "Verdauungsstörung".

Interessanterweise träumen Frauen anders als Männer. Eine Studie hat ergeben: Frauen empfinden die Zeit im Traum eher als verlangsamt, Männer als beschleunigt. Frauen sind im Traum meistens selbst aktiv. Männer fühlen sich eher ausgeliefert und träumen vor allen Dingen von ihrem Job.


Traumsymbol-Lexikon

Wer morgens aufwacht und sich an seinen Traum erinnert, den bewegt die Frage: Was bedeutet dieser Traum? Gerne greift man zu Büchern, die Listen mit so genannten "Traumsymbolen" enthalten. Träumt man von einer Katze, schlägt man einfach unter "K" nach und bekommt eine Erklärung. Die Bücher muss man aber nicht kaufen. Im Internet stehen kostenlos Traumsymbol-Datenbanken bereit. Sogar ein komplettes Traumsymbol-Lexikon kann man [evtl.: bei Nulltarif.de] gratis herunterladen. In der Traumsymbolik heißt es zum Beispiel: Wenn Frauen von Röhren oder engen Gängen träumen, fühlen sie sich von ihrem Mann eingeengt oder sexuell frustriert. Träumt ein Mann von leeren Zimmern mit offenen Türen, soll das bedeuten, dass er leicht fremdgeht. Man sollte sich im Klaren sein, dass Symbollisten zwar Spaß machen können - aber nur zweite Wahl sind, wenn es darum geht, die wahre Bedeutung eines Traums zu entschlüsseln.

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