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Das Internet macht's möglich
Nicht jedem Menschen ist es gegeben, sein Wissen unter die Menschheit zu
bringen oder in den einschlägigen Medien zu publizieren. Selbst nur die freie
Mitarbeiterschaft bei z. B. einer Tageszeitung verlangt die Beherrschung des
journalistischen Handwerkzeuges, wenn die Beiträge für die Leserschaft
informativ und interessant zugleich sein sollen. Die Chance, sich "gedruckt" zu
sehen, hat also nicht jeder.
Wem es nun nicht gelungen ist, seine Geschichte oder den eigenen Roman bei einem
Verleger unterzubringen, hat seit der Einführung des Internets eine ganz neue
Möglichkeit. Er stellt seinen Roman einfach auf die eigenen Web-Seiten, verlinkt
ihn über einschlägige Suchmaschinen und macht ihn so der Allgemeinheit
zugänglich. Ohne Honorar freilich, wozu im Gegenzug jedoch auch nichts bezahlt
werden muss. Warum aber der ganze Aufwand, wenn's kein Geld dafür gibt? |

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Sich der Welt mitteilen
Die Erklärung ist einfach: Es ist der Drang, sich anderen mitzuteilen, seine
Ideen verwirklicht zu sehen. "Blogging" nennt man seit einiger Zeit diese Form
eigener journalistischer Betätigung, die den Vorteil hat, unter keiner Zensur zu
stehen, solange man die Grenzen allgemeinen Anstandes nicht verletzt. Das
Grundgesetz gewährt zudem eine gewisse Schutzfunktion, denn laut Artikel 5 hat
quasi jedermann das Recht, seine Meinung in Wort und Bild zu verbreiten und sich
aus allgemein zugänglichen Quellen - dazu gehören natürlich auch Suchmaschinen -
ungehindert zu informieren.
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Volle Kontrolle
Da ist also niemand, der einem dreinredet, kritisiert oder etwas kürzt, bzw.
streicht. Kein Lektor, der Korrektur liest, keine Besserwisser, die sowieso
immer etwas zu beanstanden haben. Und nicht zu guter Letzt besteht die Chance,
doch noch als Schreibtalent entdeckt zu werden und in entsprechende Kreise
aufzurücken. Selbst hoch qualifizierte Journalisten und PR-Spezialisten, die
generell regelmäßige Beiträge veröffentlichen, betätigen sich nebenher oft gerne
als "Blogger" - in einem Bereich also, in dem sie allein das Sagen haben. Als
professionelles Beispiel sei hier die PR-Journalistin und Bloggerin Birgit
Mestmäcker erwähnt, gelernte Germanistin und Kommunikations-Wissenschaftlerin.
Ihre Web-Seite:
http://www.txt94.de |
Effekte des Bloggings
Der Effekt des "Bloggings" kann also ein bunter, durcheinander gewürfelter
Haufen wertloser und wertvoller Informationen bedeuten, in dem man das wirklich
Interessante einfach heraussieben muss. Geschichten über die z. B. eigenen
gezüchteten Radieschen im Garten können stinklangweilig sein. Interessant kann
dies jedoch werden, sobald der "Autor" vielleicht eine besondere Methode dazu
entdeckt hat, die nicht einschlägig bekannt ist und somit evtl. zu hochwertigen
Ergebnissen führt. Dann nämlich wird die Sache spannend! Reines Wissen also, das
in keinem Sachbuch stehen muss und somit für alle zugänglich wird.
Ein Ergebnis individueller, ins Internet eingestellter, Beiträge diverser User
ist die hochwertige Enzyklopädie
http://wikipedia.org in der man Informationen
über nur alles denkbar Mögliche findet. Es gibt kein auf herkömmliche Weise
erstelltes Nachschlagewerk, das über diesen Schatz an Wissen verfügt. Dabei gibt
es eine Art "Selbstkontrolle" durch die anderen User, die fehlerhafte Beiträge
korrigieren können. Dennoch ist die Wikipedia kein wirklicher Ersatz, wenn es um
110%-ig richtige Informationen geht. Doch auch in gedruckten Ratgeber-Büchern
(von Lexika einmal abgesehen) steckt eine Menge Halbwissen und
Falschinformation, die dann - im Gegensatz zur Wikipedia - nach dem Druck nicht
mehr so einfach richtig gestellt werden können.
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