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Muss es der Administrator sein?
Trotz aller automatischen Schutzprogramme können sich Viren und Würmer ins
System schleichen - besten Schutz bieten nur manuelle Vorsichtsmaßnahmen, die
man als Nutzer mit Köpfchen ergreifen sollte.
Windows XP bietet - im Vergleich zu den vorherigen Windowsversionen bis ME -
einen enormen Sicherheitsvorteil, den die meisten Privatanwender ungenutzt
lassen. Ob aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit: Fast jeder Privatnutzer loggt
sich als "Administrator" ins System ein. Also mit vollen Änderungsrechten - die
dann automatisch auch Viren und Würmern zugewiesen werden, die man sich als
"Systemadministrator" einfängt... So wird selbst das neueste XP SP2
sicherheitstechnisch wieder zu einem alten System à la Windows 95, wo es noch
keine Rechteverwaltung gab. |
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Eingeschränkte Benutzer geben Sicherheit
Viel sicherer: XP ausreizen und zusätzlich ein eingeschränktes Benutzerkonto
anlegen, das Türen und Tore für Veränderungen in Windows schließt. Wer als
"eingeschränkter" Benutzer surft, saugt oder chattet - der macht es digitalen
Eindringlingen viel schwerer, das System zu ändern. Das geht ganz einfach unter
"Einstellungen -> Systemsteuerung -> Benutzerkonten -> Neues Konto erstellen".
Nun einen Namen eingeben und bei Kontotyp "eingeschränkt" wählen.
Nur wenn man neue Programme oder Updates installiert, braucht man volle
Zugriffsrechte. In diesem Fall kann man sich schnell abmelden (Windows-Taste
drücken und auf "abmelden" gehen) und als Administrator wieder anmelden. Dann
das Programm installieren und wieder zurückwechseln in den eingeschränkten
Modus.
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Ein Muss: Virenschutz
Kein Virenschutzprogramm bietet perfekten Schutz. Schließlich sind die
Virenentwickler den Virenschutzentwicklern naturgemäß immer einen Schritt
voraus. Wer sein System zum Nulltarif schützen will, hat obendrein mit einem
Qualitätsproblem zu kämpfen: Der beste kostenlose Virenwächter, das deutsche "AntiVir",
bietet nach Testberichten der Fachpresse nur eine Erkennungsrate von rund 80
Prozent.
Das finnische Freewaretool "F-Prot", das bis zu dreimal täglich upgedatet wird
und nahezu 100 Prozent aller Viren und Würmer erkennt, gibt's zum Nulltarif
leider nur als Virenscanner - nicht als Wächter. Das Programm schlägt also erst
nachträglich Alarm - wenn der Virus schon längst im System ist. Nutzt man dann
ein kostenloses Entfernungsprogramm, kann man nicht sicher sein, dass genau
diejenige Virusvariante entfernt wird, die man sich gerade eingefangen hat. |
Prozesse und der Task-Manager
Wer wissen will, ob das System sauber ist, muss nicht Schutzprogrammen vertrauen
- sondern kann selbst unter die Motorhaube von Windows schauen. Es ist durchaus
möglich, einen Viren- oder Wurmbefall mit den Bordmitteln von XP zu
identifizieren. Dazu kann man den berühmten Dreifingergriff anwenden. Also "STRG",
"ALT" und "ENTF" gleichzeitig drücken - aber nur einmal, sonst startet das
System neu.
Beim einmaligen Dreifingergriff erscheint der "Windows Task-Manager". An dieser
Stelle ist schon die erste Diagnose möglich: Wenn das System infiziert ist,
blinkt der Taskmanager oft nur kurz auf und schließt sich dann wieder.
Ansonsten klickt man zunächst auf den Reiter "Systemprozesse". Wenn keine großen
Programme im Hintergrund laufen, sollte die CPU-Auslastung permanent und
deutlich unter zehn Prozent liegen. Sonst kann etwas faul sein und ein Wurm im
Hintergrund arbeiten. Ebenso beim nächsten Reiter ("Netzwerk"). Auch hier
sollten im Normalfall nur wenige Prozent Aktivität vorhanden sein - andernfalls
besteht Virenverdacht.
Die wichtigsten Infos liefert das Dialogfeld "Prozesse". Selbst die
raffiniertesten Viren und Würmer tauchen hier schwarz auf weiß als laufende
Prozesse auf. Wer 100-prozentig sicher gehen will, geht Prozess für Prozess
durch und googelt den Namen - schon wird klar, ob es sich um einen normalen
Systemprozess handelt oder um einen bösen Eindringling.
Autoren: Frank Rosenbauer / Michael Rohde
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