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  Winterreifen: Die "Schuhe" für Ihr
     Auto in der kalten Jahreszeit.
 
 

 
Machen Sie Ihr Auto winterfest!

Zugegeben: Es ist ein wenig lästig, vor Einbruch der kalten Jahreszeit den hoffentlich vorhandenen Satz Winterreifen aus Garage, Keller oder sonstigen Abstellräumen zu wuchten und gegen die "Sommerschlappen" auszutauschen. Braucht man Winterreifen überhaupt, reichen nicht auch gute Sommerreifen?

Fragen, die sich viele Autofahrer/innen alljährlich zum Saisonwechsel neu stellen. Nach einer geplanten Änderung der Straßenverkehrsordnung sollen Autofahrer künftig bestraft werden können, wenn ihr Fahrzeug nicht den Witterungsbedingungen gemäß ausgerüstet ist. Das bedeutet für viele Autofahrer, dass sie Winterreifen montieren müssen, wollen sie für alle Fälle gewappnet sein.

"Grundsätzlich ja", ist jedoch schon lange der Standpunkt vieler Experten und Fachverbände - darunter der populäre ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil Club). Auf seiner Web-Seite www.adac.de wartet dieser Club mit vielen Fachinformationen und umfangreichen Tests (auch für Nichtmitglieder abrufbar) auf, so dass hier jeder den für ihn geeigneten Reifen finden kann. Die Experten empfehlen, Winterreifen schon Ende Oktober aufzuziehen bzw. zu montieren, denn das mehr grobstolligere Profil greift schon bei Nässe besser und führt zu kürzeren Bremswegen. Die oft gehörte Regel "Ab sieben Grad auf Winterreifen umsteigen" sei jedoch "willkürlich", sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer in München.

Keinesfalls sollte man aus Kostengründen auf die Anschaffung von Winterreifen verzichten. Schon eine einzige winterliche Karambolage ist bedeutend teurer als ein Satz Reifen. Auch sollte man bedenken, dass in der Zeit, in der die Winterreifen montiert sind, die Sommerreifen geschont werden und entsprechend länger halten. Der ADAC-Test hat auch gezeigt, dass Qualität nicht zwangsläufig teuer sein muss. So sind Spitzenreifen in der Dimension 175/65 R 14 schon ab 45 Euro zu haben und selbst bei den kostspieligeren 195ern bekommt man einen "empfehlenswerten" Reifen schon für unter 60 Euro. Der ausführliche Winterreifentest ist in der Oktoberausgabe der ADAC-Clubzeitschrift "ADAC-Motorwelt" erschienen.

Der Winterreifen als Allheilmittel?

Man sollte allerdings auch wissen, dass Winterreifen keineswegs ein Allheilmittel gegen jegliche winterliche Unbill sind. Bei Glatt- oder gar Spiegeleis nützen auch Winterreifen relativ wenig. Denn: Das grobe Profil kann nicht so leicht in das harte Eis eindringen und es in die Vertiefungen hinein gewissermaßen "verformen". Bei dem viel weicheren Schnee ist das hingegen ganz anders. Der drückt sich dann in das Profil ein und sorgt für eine bessere Kohäsion mit dem Bodenbelag. Allerdings kann hierbei auch die Körnigkeit des Straßenasphalts eine erhebliche Rolle spielen. Stark befahrene Straßen sind häufig sehr blankgefahren und können bei zusätzlicher Glätte zum reinsten Fiasko werden!

Worauf Sie noch achten sollten!

Viele Zeitgenossen der Autofahrer-Gilde scheinen zudem der Meinung zu sein, dass sie mit Winterreifen ruhig ein wenig "mehr aufdrehen" könnten. Fehlanzeige! Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit ist defensives Fahren angesagt: Vorsichtiges Beschleunigen und immer ausreichend Abstand zum Vordermann halten.

Kommt der Wagen ins Schlingern, nicht zu heftig gegenlenken und besser die berühmte "Stotterbremse" einsetzen. Und vor Allem auf gute Sicht achten! Will heißen: Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage, für die Scheiben selbst Antibeschlagmittel (Scheiben immer reinigen!).
 

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